BESONDERHEITEN
Diese Strecke hat neben ihrer Länge einiges an Besonderheiten zu bieten.
Die unterirdische Tunnelstrecke ist sehr abwechslungsreich gestaltet mit ihren vielen Steigungen und Gefällen und teilweise sehr kurvigen Verlauf. So kommt es beispielsweise an der Kreuzung Mehringdamm / Gneisenaustraße zu einer sehr scharfen Linkskurve mit einem Radius von nur 100 m, die heute noch zu den Schwierigsten im gesamten Berliner U-Bahnnetz zählt.
Imposante 2stöckige Tunnelabschnitte wie z. B. im Bereich Mehringdamm und Jungfernheide, viele Kehranlagen sowie mehrere Wehrkammertore, die an den jeweiligen Fluss- bzw. Kanalunterquerungen zu finden sind und die sich bei Wassereinbrüchen blitzartig schließen, machen diese Strecke äußerst interessant.
Auch die architektonische Gestaltung vieler Stationen ist sowohl sehr abwechslungsreich als auch z. T. äußerst beeindruckend. Stellvertretend für viele seien an dieser Stelle nur zwei Beispiele kurz vorgestellt:
So ist hier auf jeden Fall die sehr stark frequentierte Station Hermannplatz zu nennen. Mit ihren 7 Metern Höhe, 132 Länge und 22 Metern Breite ist es wahrlich fast schon eine Kathedrale. Hier wurden auch die ersten U-Bahn Rolltreppen mit Eröffnung in 1926 eingeweiht. 3 Jahre später sollte eine weitere Besonderheit hinzukommen. Im Jahr 1929 eröffnete am Hermannplatz das Warenhaus Karstadt. Zu jener Zeit das größte und modernste in ganz Europa. Der Konzern Karstadt beteiligte sich bereits beim Bau dieses pompösen Bahnhofes Jahre zuvor an den immensen Kosten und bekam dafür einen direkten Zugang von der Station in das Kaufhaus, als dieses eröffnet wurde. Noch heute fast einzigartig.
Bei der Gestaltung der Station „Zitadelle“ ließ man sich wiederum inspirieren von der sich in unmittelbarer Nähe befindlichen „Zitadelle Spandau“ – eine der bedeutendsten und besterhaltenen Mittelalterfestungen Europas und eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Bezirkes Spandau sowie der Hauptstadt Berlin.

